Flugschule Hans Grade

Reisebericht Casablanca 2004 (8)

8. Tag - Montag, 23.08.04

1. Tagesetappe 457,6 NM
LFGI (Dijon) EDAZ (Schönhagen)

Thomas ist schon zum Flugplatz vorgefahren und überwacht den Einbau des Anlassers.
Nach einer guten Stunde ist die GV wieder hergestellt.
Das Vereinsheim des Fliegerclubs steht uns komplett zur Verfügung, so dass wir die Flugplanung für unsere letzte Etappe, Dijon nach Schönhagen (EDAZ) mit Tankstopp in Eisenach, auf einem großen Kartentisch und nicht wie sonst üblich auf dem Fußboden erledigen können.
Flugplan wird aufgegeben, das Streckenwetter ist wiederum optimal, erst für den Abend ist eine neue Front von Südwesten kommend, vorhergesagt.

Gegen 13.00 Uhr heben wir, alle etwas wehmütig, in Richtung Schönhagen ab.
Wir umfliegen die Kontrollzone von Dijon und bleiben frei von der restricted area nördlich des Platzes – Dijon Tower gibt uns frei zum Steigen auf FL 95, ist dann aber auch mit FL 75 zufrieden. FL95 hätte die ETTA wohl auch nicht nach mehreren Stunden geschafft, außerdem sah man die unter uns fliegende Mirage besser.
Nach gut einer Stunde Flugzeit überqueren wir die Grenze zur Bundesrepublik. Die Vogesen und der Schwarzwald liegen hinter uns, Langen Information gibt uns direkt Karlsruhe VOR – wir kommen supergut voran, die von hinten herannahende Front beschert uns einen Rückenwind von 25 – 30 Knoten.
Während des Fluges machen wir daraufhin eine neue Spritberechnung – wir können es bis nach Schönhagen ohne weiteren Tankstopp schaffen. Gesagt, getan – der Flugplan wird im Flug gecancelt und der Langener Controller ist so freundlich, unser vorzeitiges Kommen bei Simone in Schönhagen telefonisch anzukündigen.

Kurz vor Erfurt müssen wir dann due to clouds sinken auf Alt. 4000ft – die nächsten Minuten erinnern uns dann wieder, dass wir in einem Flugzeug sitzen – es wird etwas bockig.

Nachdem wir den Luftraum D von Leipzig queren durften sehen wir bald Schönhagen vor uns – die 07 ist in Betrieb und wir melden „VFR von Casablanca zur Landung“.

Nach einer Ehrenrunde über der Flugschule setzen wir auf – um 16.28 Uhr ist auch das letzte Flugzeug an den Heimatplatz zurückgekehrt.

Mit einem vorzüglichen Grillabend und einem Casablanca Bier wird das erste Fliegerlatein gesponnen und unsere Heimkehr gefeiert.
Wir sind alle stolz, zufrieden, glücklich und braungebrannt.

Es hat alles hervorragend geklappt, wir waren ein richtiges Team mit einem hervorragenden und kompetenten Tourleader Thomas Hennig und jeder von uns trug seinen Anteil zum Gelingen dieses außergewöhnlichen Ausflugs bei.