Flugschule Hans Grade

Reisebericht Casablanca 2004 (6)

6. Tag - Samstag, 21.08.04

1. Tagesetappe 268,3 NM
LEAM (Almeria) LESB (Mallorca)

Noch am Vorabend haben wir uns für unser neues Ziel entschieden:
Mallorca soll es sein.

Son Bonet (LESB) wird geplant. Alle Vorbereitungen sind getroffen, Vorflugcheck gemacht, die Scheiben mit viel Wasser geputzt, die Schwimmwesten wieder angelegt und die Motoren laufen; landende Ferienflieger verzögern unseren Abflug etwas, aber schließlich sind wir alle in der Luft. Wetter ist wie gestern, CAVOK; nur über dem Meer sind wenige Wolken in 4000 ft. vorhergesagt. Wir lassen Ibiza rechts liegen, die ETTA und die GQ fliegen unter den Wolken, die AD und die GV steigen auf 5.500ft und überqueren das überschaubare Wolkenband.
Dann taucht Malle auf – es ist schon ein erhebendes Gefühl, quasi mit dem eigenen Flugzeug anzufliegen.
Die Insel ist am Wochenende Ausflugsziel vieler Piloten, alle Abstellplätze sind belegt, also müssen unsere Flugzeuge auf Gras geparkt werden.
Sprit bekommen wir jetzt nicht, es ist 15.00 Uhr und der Tankwart macht Siesta bis 17.00 Uhr. Wir entscheiden uns, am nächsten Morgen zu tanken. Pünktlich 11.00 Uhr soll der Tankwagen bei uns sein.
Es sind auch auf „Malle“ alle Hotels ausgebucht, aber mit Hartnäckigkeit und Kreativität bekommen wir doch noch eine Unterkunft in der Innenstadt von Palma – richtig nett.
Die Planung für den Abend lautet, einige gehen baden, andere sightseeing – gemeinsames Essen ist in einem kleinen Restaurant in der Altstadt, die wirklich richtig schön ist, verabredet. Sven, der ortskundig ist, führt uns dahin. Im Restaurant Sa Imprenta, C/Morey, Palma, angekommen, spricht uns der Wirt in fast akzentfreiem deutsch an – richtig wohltuend.
Die Badetruppe fühlt sich wie einem Jungbrunnen entstiegen und hat entsprechend Appetit. Den Aperitif, unser obligatorisches Bier, zapfen wir selbst und Ralf kellnert professionell.
Wolf lässt sich die Tagliatelle mit chicken sofort an seinen Platz schicken und Ingo philosophiert über das Alter im allgemeinen:
Bis 40 schaut man sich die Urlaubsbilder an, ab 40 dann die Röntgenbilder.
Der Wirt entlässt uns mit Handschlag und guten Wünschen.

Der Fußweg zum Hotel ist kurz und um 22.30 Uhr fallen wir ins Bett – bis auf wenige Unermüdliche, die noch die Bars und Disco´s der Stadt ausprobieren.